Die Katze
Die Katze
die schnorrend deine Beine umschmeichelt
hast du mit dem Spaten
totgeschlagen
aus Angst sie könne Tollwut haben.

Du glaubst nämlich nicht
dich würde jemand ohne Hintergedanken mögen
und du könntest geliebt werden
ohne dass du viel investierst.

Doch du irrst:
Das Laborergebnis erbrachte kein Hinweis auf Tollwut !
Die Mitmenschen achten Dich höher als Du glaubst.
Bedenke das, bevor du den Spaten wieder zur Hand nimmst.    
                                                                                                                             2010
                                                                                                               

 

Die Tafel
Die Tafel meines Herzens ist rießig
und übervoll beschrieben
bunt und wirr durcheinander,
auch mit Edding.
Dabei wischt das Wasser der Tränen
nur die Kreide aus.                                                                                                                2009     

 

Friedensnobelpreis

Hiermit beantrage ich den Friedensnobelpreis für all diejenigen
die den Wert des Einzelnen in der Masse sehen,
die Zuhören und die Not des Anderen anteilnehmend mitfühlen,
die an eine gute Zukunft glauben auch wenn sie momentan nicht rosig aussieht,
die nicht nur redent dasitzen sondern auch tun wofür sie stehen,
die sich von den Launen anderer nicht abbringen lassen,
die kurzfristigen Vorteil nicht einstreichen weil sie auf das langfristige Wohl des Anderen blicken,
all denjenigen die nicht aufgeben das Gute zu suchen selbst wenn sie mißverstanden werden.

Ich beantrage den Friedensnobelpreis für außerordentliche Leistungen in Deinem und meinem Leben.                                                                                                 
                                                                                                                                                     2009

 

TIEF IN MIR

Tief in mir
ist ein "alter Mann"
der an meine Tür klopft.
Aber ich antworte ihm nicht
da ich fürchte er würde seine Tricks mit mir spielen wollen.
  
Er sagt ich sei ein Diener,
und Liebe ein Luxus der mir nicht zusteht.
Tief in meiner Seele
bin ich interessant, angenommen und gefragt.
Doch die unausgesprochenen Bedürfnisse des "alten Mannes"
von gestern
versuchen Ihren Griff an mich zu legen.

Tief in meinen Gedanken
kann ich die Dinge den ganzen Tag umtanzen
und mich rechtfertigen bis ich von mir selbst überzeugt bin.
Dieser "alte Mann" will nicht
daß ich jemand an mich heranlasse.
Er ist in der Einsamkeit Zuhause
und alles Neue würde seine Gewohnheit durcheinanderbringen.

Tief in mir
ist es mir zu einfach der zu sein der ich gerne sein würde.
Tief in mir
werde ich es müde beschämt zu sein für all das Zeug in mir.  
  
Tief in mir
ist ein Lied das ich gehört habe als ich ganz klein war.
Tief in mir
ist ein Fenster das mir Leben bringt.
Tief in mir
sehe ich auf die Ewigkeit und was mir dafür angeboten wird.     
                                                                                                                            2008  



Das verlohrene Fußballspiel

So viel investiert,
mir Mühe gemacht,

gekämpft, gebangt, gehofft,
vorrausgeschaut,
verletzlich gemacht,
den andern gesucht,
für ihn mitgedacht.

Immer weiter gegangen,
i
mmer neu geglaubt,
wieder probiert,
gehofft,
mich hingegeben, ...

Nicht die Anstrengung ist das Problem,
oder daß der Erfolg ausbleibt,
sondern daß ich innerlich zerrisen
nicht weiß wie ich damit umgehen soll.

                                                                                                                1973 -   2008



Wie viel siehst Du?

Der Sternenhimmel bei Nacht zeigt wie viel ich sehe.
Mit den Augen meines Herzens.

Wie das
Hubble-Weltraumteleskop erahne ich entstehende Galaxien
und schwarze Löcher
voll Ignoranz und Stolz.
Stimmt mein Fokus?
Ist die Linse klar?
300 000 statt 300 Sterne sehen macht einen Unterschied !

Ich sehe nicht was Du siehst! Ich werde nicht Dein Leben leben.
                                            
                                                                                                                                 
2007

                              

 

WIRKLICH ?                                                               
                                                                                                              
"Spiel mit einer Frau,  
begegne ihrer Bedürftigkeit 
unter dem Deckmantel der 
Freundschaft,
nahe Dich ihr unter der Maskerade "ich will nichts von Dir !".
Warte bis sie mehr für Dich empfindet 
und Du sie in der Hand hast,    
leg es darauf an daß sie sich Dir hingibt,   
und wenn die Gelegenheit kommt 
dann greif zu!,  
genieße sie,   
mach sie nach Dir brennend,     
benütze sie, tu mit ihr was Dir gefällt,     
aber bleib oberflächlich,     
dreh es so, daß sie sich schuldig fühlt 
und in stetige Abhängigkeit von Dir gerät,  
laß sie zappeln solange Du einen Reiz an ihr findest,   
wenn sie fragt, dann stell Dich taub,  
hab sie nicht wirklich lieb. 
Eine Frau will einen Mann, der sie beherrscht !  
Gebe Dich ihr nie wirklich hin.    
Riskiere nie Dein Herz  wirklich zu verschenken. 
Nur die Dummen machen das.    
Du würdest dadurch verletzbar,      
nicht nur in Deiner Ehre, 
sondern tief inmitten von Deinem Gemüt.   
Nicht so:   
S
ondern Du hast mehr davon,     
und bist sogar ihr Held,       
- und Deine Freundschaft hat zudem Bestand !! -   
wenn Du nur so tust als ob, ..."

    W-I-R-K-L-I-C-H  - ? -                                                                    

                           

                                      

 DANKE

Danke daß Du mich nicht anlügst. 

Danke daß Du Geduld hast. 
Danke für Dein Vertrauen.  
Danke wenn Du mir Mut machst!
Danke für Deinen Traum. 

- Deine Tränen !-
Danke daß Du mich willst !
Danke für dein Verständnis
und mitleiden. 
Danke daß Du mich achtest.  
Danke für was Du mir gibst.                                                         
                                                                                                       
    1987


 

ICH SUCHE DICH

Ich suche Deine Hand   - und halte sie fest. 

Ich begegne Deinem Blick  - und erwidere ihn.

Ich spüre Deine Haut  - und atme Dich ein.

Ich höre Deine Stimme  - und erkenne Dich.

Ich streichle Dein Gesicht  - und erfahre Dich.

Mein Herz sucht Deine Wirklichkeit.  - Bist Du da ?

Ich erlebe Deine Nähe. - Ich werde bei Dir bleiben.        

                                                                                                                                     1986

 


ZUHAUSE

Ich dachte den Abgrund meiner selbst zu kennen,
und glaubte die Zeit der Demütigung ging zu Ende. 

Dabei überhörte ich das Brüllen der Wölfe meiner Seele.

Voller Sehnsucht
etwas Besonderes sein zu wollen
lebe ich zurückgezogen in meiner Rolle.

Verloren
im Durcheinander
der Entscheidungen
mit Selbstansprüchen
und Mißempfindungen
komme ich zu Dir.
Du nimmst mich wie ich bin.
                                                                                                             1996

 


Verletzung

Wartend auf Genesung und Neubeginn gleitet mein verletztes Herz von Ort zu Ort.
Neigungslos, ohne Rückschau frißt Langeweile meine Zeit.
Träge Mutlosigkeit bedrohnt die Sehnsucht nach Wärme:
Wie eine Tulpe bei Nacht in sich gehüllt erwartet sie das Ende der Kriese.

Milde Trauer springt aus den Mißerfolgen und Niederlagen.
Wut und Resignation sind enttäuschte Begleiter.
Nacht überfiel das Licht des Tages und der Ausblick auf die Zukunft ist verdunkelt.
Zögernd nehme ich am Leben Teil.

                                                                                                                                        1998

 


DAS ERWECKTE HERZ

Wenn Du in Dein Herz hörst,
und ein Schritt nach dem anderen tust,
in dem Land Deiner Gefühle,
das Du nicht kennst.
Wenn andere sich wundern
und Dich zurückhalten wollen,
und selbst das Risiko erneut verletzt zu werden Dich nicht abschrecken kann,
dann geh weiter.

Sei nicht zufrieden,
laß Dich nicht betören,
strecke Dich aus.
Schau wen Du mitnehmen kannst,
und ertaste Deinen Weg.
Vor Dir ist "das Leben".            
                                                                                            2006

 



Schönheit
                                                    

Die Schönheit meines Herzens bleibt Dir verborgen. Warum nur ?
Spürst Du nicht,
erkennst Du nicht was in mir ist ?

Wenn ich die Zahrtheit, Zerbrechlichkeit, Mut und Kraft Deiner eigenen Seele wecke,
will ich Dich doch nicht bedrohen !!

Ich weiß, Dir wurde übel mitgespielt,
doch ich spiele in einer anderen Mannschaft.
Hab keine Angst.
Komm mit zu dem Spiel namens "Echtes Leben".
                                                                                                                                        
2007


 

VERBÜNDETE

Uns, 
denen Gewalt angetan wird,
Würde geraubt, mit Einsamkeit gefüttert,
stehen wir im Schatten des Berges,
unserer Träume, 
der schwer zu besteigen ist:
Der Traum von Heilung,
von Zusammensein mit Leuten die uns verstehen.

Egal was andere über uns sagen,
und ob wir es schaffen oder nicht:
Eine Rose bleibt eine Rose,
auch wenn die Stacheln 
an den "falschen" Stellen gewachsen sind.

Und während die Anderen im Garten der Zufriedenheit am Verblühen sind,
bricht unsere Schönheit erst auf.
Niemand sagt daß es leicht ist,
die Narben tun weh.
Niemand weiß wie es geht,
mir Dir,
mit mir,
aber auf dem Weg sind wir nicht allein.

     

 

VERGEBUNG

Eines Tages wirst auch Du Fehler machen,
und auch Du wirst einmal nicht mehr weiter wissen
und vor Dir wird man sich dann auch verschließen,
die Schultern zuwenden.
Und wenn Du dann da stehst ohne Recht,
und froh wärst man würde Dir vergeben,
wenn jene Not über Dich kommt,
du Ablehnung in den Augen der Andern liest,
und Du dann so ganz klein dasitzt, 
am Rand mitläufst,
sprachlos zuschaust, hoffnungslos am Ende,
dann möchte ich gerne der Erste sein der sagt:"
"Ich vergebe Dir,
wie auch mir vergeben ist."   
       
                                                                                                      1984

 

 

 

Selbstfindung
Ich sitze schon eine 1/2 Sunde
auf diesem abgebrochenen Baumstamm
und schau in jene Richtung:
Die Sonne scheint mir auf den Bauch,
alles ist ruhig,
keiner will was von mir,
keiner der sagt was noch zu tun ist.
Frieden.
All die Anforderungen, der Mißerfolg und das Besorgt sein
treten in den Hintergrund.
Ich bekomme Kontakt zu mir selbst.
                                                                                                                                         2008



                                                                                                                                 

Wer Konflikte nicht austragen will,
den bestraft das Leben.
Die nächste Beziehungs- Unstimmigkeit steht schon vor der Tür.
Wer Kritik nicht ertragen kann,
zu andern läuft,
und mit deren Hilfe alles abdeckelt,
beweist nur wie unreif er ist.
Wer zulassen kann daß jemand ihn in Frage stellt,
zuhört und prüft was der andere sagt,
lernt sich selbst besser kennen
.

Wer Konflikte eingeht muß innerliche Unordnung zulassen,
seine Denkstrukturen werden hinterfragt, neu sortiert, umgebaut,
Der Andere kann erzählen was er empfindet,
und selbst hat man das gleiche Recht:
Niemand wird angeschrien,
Antworten werden nicht innerhalb Minuten abverlangt.
Wenn die Sortierarbeit gelingt,
kann der Konflikt beigelegt werden.


Was Du nicht willst daß man Dir tut,
das tu auch niemand anderem an.  

                                                                                                                                         2008
 


WO FINDE ICH DICH ?

     
Der Flugschreiber meines Herzens speichert alles Peinliche ganz genau,
und die Scham läßt mich nicht los.

Ich bin Deine Rose,
sagst Du.
Obwohl ich versagt habe.
Obwohl ich mich ablenken lies.
Trotzdem ich Dich vernachlässigt habe.

Ich schäme mich für mein Fehlverhalten,
und doch sehne ich mich nach Dir.
Wo bist Du jetzt ?
Ich suche Dich.

                                                                                                                                        1995

                                    
  

                                      Es gibt ja immer wieder Leute
                                      - welcher Weltanschauung auch immer -
                                      die sagen Dir auf den Kopf zu:
                                      "Ich bin Dein Freund !".
                                      Und Du öffnest Dich, investierst Dich, 
                                      und riskierst ungefiltert Dein Herz.

                                      Doch
                                      sobald es nur ein wenig kompliziert und nevig wird,
                                      oder ehrlich,

                                      drehen sie Dir den Rücken zu,
                                      servieren Dich kalt ab,
                                      schlagen Dir mit Worten ins Gesicht,
                                      oder stehlen sich tonlos davon.

                                      Auf welche Weise auch immer:
                                      Deine ausgebreiteten Arme bleiben leer,
                                      Deine Mühe vergebens,
                                      Dein Vertrauen entblöst.
                                      Alles was Du noch tun kannst ist sagen:
                                      "Ich wünsch Dir alles Gute".

                                      Und im Innern denkst Du:`
                                     `Das Leben ist gerechter als man denkt !´
                                      Irgendwann fliest die Gnade auf Dich zurück.
                                      Und Du läßt Dein Ex- Freund links liegen,
                                      und gehst weiter.
                                      Denn es gibt noch 3 Milliarden andere.                                                                                                                 

                                                                                           2006

                                            

 

Wochenlang liege ich herum und keiner schaut mich an.
Ich werde überdreht und zurechtgezogen,
die Aggressionen quälen mich,
selten spielt jemand harmonisch mit mir.
Ich werde oft nur im Vorübergehen getroffen.

Man schnürt mir den Hals:
mit einem Kadobaster !!
und ich weiß schon längst:
ich pass in kein Raster !

Gitarre, dieses Lied sing ich Dir.

                                                                                                               1994

 


                                                                                                     Gefangen

Wie im amerikanischen Gefängnis mit Fußfesseln gebunden,
kaum fähig vorwärts zu kommen
seltenst erlaubt an frische Luft zu treten,
ohne Gedanken an Veränderung,
lebenslänglich,
ist die Sklaverei des Herzens.


 Unsere Seelen sind geknechtet.
Das Joch der Missverständnisse und Lügen ist schwer.
Vertauensbruch blockiert
.

Und doch
werde ich hinaustreten und mich mitteilen,
glauben daß jemand zuhört
und hoffen daß ich beachtet werde.

 2007

 

 

Warum hast Du Dich vor mir zurückgezogen?
Ich vermisse Dich so sehr!
Du sagst, ich hätte Dich bedrängt.
Sorry.
Zu viel Fürsorge meinerseits vermixt mit zu wenig deinerseits: "...ist ja nett wie Du das meinst, aber ich tu das vielleicht anders!"
Bitte komm´ zurück!
Ich wollte Dich nicht bestimmen.
Und so viele Seelenverwante gibt es auch wieder nicht !
Was soll ich denn noch tun?
Wie lange soll ich noch auf Dich warten?
Ich habe all die Jahre gezeigt daß ich zu Dir halte!
Ich habe all die Jahre bewiesen daß ich Dein Vertrauen bewahre!
Wo bist Du? Wie geht es Dir wirklich?
Ich kann es mir nicht mehr leisten Menschen vor den Kopf zu stoßen. Du etwa? 

2009   

Was für eine Art Liebe ist das
die nicht sich selbst zum Ziel hat?
Die mein Wohl sucht obwohl ich schuldig wurde.
Die Schwierigkeiten und Qualen auf sich nimmt.
Die bereit ist alles für mich zu geben.
Die erträgt was ich aushalten müßte.
So eine Liebe kannte ich nicht,
und konnte mir nichts darunter vorstellen.
Was kein Auge je sah, und kein Ohr je hörte
ist mir begegnet.
Was für eine Liebe ist das?



 

Ist es recht einem Schmetterling zu sagen,
er solle nicht so viel fliegen,
dann würde er auch nicht so oft giftigen Pflanzen begegnen ?
Nein.
Ein Schmetterling sollte lernen wie giftige Pflanzen aussehen,
damit er sie meiden kann.


(Übersetzung: Wer empfindsamen Menschen den Rat gibt sie sollen alles nicht so tragisch nehmen 
redet völlig an ihrem Wesen vorbei !! Guter Rat hilft aufzuzeigen wie das was auf empfindsame Menschen einstürmt unterschiedlich gedeutet und zugeordnet werden kann.)
                                                                        2007

                                                       

Auf dem Boden sitzend
halte ich mein Herz in meiner Hand 
verborgen,
und sehe wie es stirbt:
Es wird zur steinernen Hülle.

Da steht ER plötzlich neben mir!
Soll ich IHM vertrauen?

"Bitte enttäusche mich nicht!
Ich versuche es ein letztes Mal.
Bitte nimm und heile es!"

Weinend lege ich in SEINE Hände
was ich verschlossen und verborgen halte,
weil es mein Wertvollstes ist.

ER nimmt es behutsam in seine Hand
sieht die Wunden,
sieht den Schmerz,
und weiß wie ich mich fühle.

Sein weißes Gewand ist jetzt ganz blutig.

Da gibt ER es mir zurück:
"Hier.
Das brauchst Du zum Leben!
Hab keine Angst, Du wirst nicht verbluten."

Jetzt zeigt ER mir sein eigenes Herz:
Von Wunden übersäht, blutet es aus vielen Stellen!!

"Das Blut wird nicht aufhören zu fließen.
Dein Herz hört nicht auf zu schlagen.
solange Du offen bleibst, empfindsam bleibst, verletzbar bist."

                                                                                                                      S.P. 2008

 

 

Herzzerrissenheit

Splitternackt, 
zwischen Himmel und Hölle,
die Gaffer tratschen:
"Das ist die Strafe !"
"Selber Schuld !"

Das Herz zerreißt:
Ist denn keine Rettung da

Jahre später 
finden die stolzen Beobachter
im Opfer des Verstoßenen
ihr Glück.
                                                                                                                            2006


 


Jeder von uns hat ein ausgetüfteltes Management über sich selbst:
Ein Bild in dem er erscheinen will.

Jeder von uns ist unsicher. Seine Gefühle, Fertigkeiten, Kenntnisse,
Vorurteile, Stand, Aussehen und Charakterschwächen
spielen jedem von uns so manchen Streich.

Jeder von uns sehnt sich nach Gemeinschaft, nach Austausch, Gerechtigkeit,
Wahrheit, Sinn, Zukunft, Verzeihung und Angstlosigkeit.

Jeder hat Probleme im Ausdruck, Erkenntnis des Guten, im Umgang mit Besitz,
in der Aufnahmebereitschaft, in Opferbereitschaft und Fähigkeit zur Toleranz.

Jeder kennt Hemmungen, Abweisung, Enttäuschung und Trauer.

Jeder hat - zumindest kleinere - Funktionsstörungen seines Körpers, die immer wiederkehren.

Jeder ist nicht das, was er hätte sein können.

Jeder Mensch hat einen Sinn. Auch der Verkrüppelte im Sterbezimmer.

Jeder wird jeden Tag ein Tag älter. Egal wie reich oder wie arm.

Jeder sehnt sich im Geheimen nach dem Paradies, nach Glück,
nach geliebt-werden, nach Gesundheit, nach Vorankommen, nach Leben.  
                                                                                                                                
                                                                                                                            1986

                                                                        


Für Musiker


Du bist mächtiger als das wiederkehrende Gehämmer des Schlagzeuges.
Deine Stimme heilt Unheilbare.  
Du wirst nicht zum Oldie. Dein Wort hat immer Gültigkeit. 
Du eroberst mehr Herzen als alle Pop-Stars zusammen.
Hip Hop, House, Techno- Bands haben ihre Zeit. Du aber  lebst fort. 
Der Sound der Rhythmusmaschine ist abhänigg von seinem Programm.
Du aber bestimmst das Geschehen im  ganzen Universum. 
Volksmusik steht gegen
 Trance, alt gegen jung.
Du aber erfasst das Gefühl beider
und begleitest sie mehr als ein Ohrwurm. 
Du bist sanfter als die Melodie eines Liebeslieds. 
Du bist weiser als die Texte eines Poeten. 
Du bist fröhlicher als ein Kinderchor. 
Du bist schwungvoller als ein Schunkellied im Bierzelt.    
Du bist aktueller als der neuste Discosound.  
Du bist schneller als ein Rock`n´Roll Tänzer.                                                                       1990
 

 





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